Cornwall, Städte

Update am:

St Ives, malerische Karibikperle in Cornwall

Max

von Max

Wenn du dir eine Postkarte aus Cornwall vorstellst, mit kleinen weißen Häusern, Fischerbooten im glitzernden Wasser und sanft rauschenden Wellen am goldenen Strand, dann denkst du vermutlich an St Ives. Ich kann dir sagen: Dieser Ort ist noch schöner, als man es sich ausmalt.

Gleich nach unserer Ankunft in unserem Airbnb im Stadtzentrum waren wir bereits begeistert! Kleine Gassen mit Geschäften, Bäckereien und Restaurants und darüber hinaus die tolle, belebte Hafenpromenade. Der kleine Hafen ist das Herz von St Ives. Bei Flut schaukeln bunte Boote auf dem klaren Wasser, bei Ebbe wird ein weiter Sandstreifen freigelegt, auf dem Kinder Burgen bauen und Möwen auf Krabbenjagd gehen, oder auch unser kleiner Louis in nassen Sand umherflitzt. 😉

Direkt am Hafen findest du eine Promenade voller gemütlicher Pubs, Cafés und kleiner Geschäfte. Mein Tipp: Setz dich ins „Sloop Inn“ – eine der ältesten Kneipen Cornwalls. Wir waren an jeden Tag unseres Aufenthalts da, Hunde sind willkommen und ein super netter, älterer Barmann (aus Manchester) versorgt die kleinen und großen Vierbeiner mit Leckerli 😊 Es gibt Freitags Livemusik, das Pubessen sah gut aus, auch wenn wir nur Drinks dort hatten, sowohl im gemütlichen Gastraum als auch auf den Sitzbänken an der Promenade. Tatsächlich hatten wir einige Gespräch mit Einheimischen und auch einer deutschen Reisegruppe, die uns erzählte, dass Rosamunde Pilcher dort in ebendiesem Pub ihre Bücher schrieb!

Es gibt noch weitere Bars und Pubs an der Promenade, die wir auch besucht haben und an einigen Orten auch mehrmals die Woche Livemusik.

Was mich wirklich begeistert hat, war die kulinarische Vielfalt, wobei einige großartige Restaurants auch abseits der Promenade liegen. Es gibt einige „Touristenrestaurants“ tendenziell für britische Besucher, die viel Frittiertes, Burger, Pizza etc servieren, aber auch tolle Meeresfrüchte-Restaurants mit super Blick und leckerem Essen. Besonders schön fand ich die vielen Lokale mit Terrassen und Meerblick. Wenn du dort beim Sonnenuntergang sitzt, ein Glas Wein in der Hand und einer Meeresfrüchteplatte, fühlst du dich wie im Urlaubstraum.

St Ives ist ein Paradies für alle, die Handgemachtes lieben. Wir haben mehrere kleine Boutiquen beuscht, fürSchmuck, Keramik und Mode. In der Fore Street kannst du stundenlang bummeln und stöbern und immer wieder eine Pause für Cream Tea oder einen Scone einlegen.

Es wird an den Wochenenden zum Mittag hin allerdings recht voll in der Innenstadt, also vielleicht die frühe Stunde des Tages am Vormittag nutzen, um ein bisschen in Ruhe schauen zu können.

Natürlich sind die Strände in St Ives ein Traum. Mein Favorit? Porthmeor Beach, weit, sauber, perfekt zum Surfen oder einfach zum Sonnen. Außerdem konnte unser Louis hier am Strand rumrennen! Gerade wenn ihr mit Hund reisen solltet, achtet auf die jeweiligen „Hundeöffnungszeiten“, diese sind je nach Saison und Strand unterschiedliche – kurz gesagt, gerade im Sommer und während des Tages sind Hund oft untersagt, da dann die meisten Touristen, Kinder, Strandbesucher da sind.

Wenn du es ruhiger magst, dann ist Porthgwidden ideal. Kleine Bucht, türkisfarbenes Wasser, fast schon mediterranes Flair.

St Ives hat aber noch mehr zu bieten als Meer und Möwen. Wusstest du, dass dieser Ort eine Künstlerkolonie ist? Das besondere Licht hier hat schon seit dem 19. Jahrhundert Maler und Bildhauer angelockt. Ich habe die Tate St Ives besucht, ein schönes Museum direkt am Strand, für diejenigen, die Kunst interessiert. Und der Skulpturengarten von Barbara Hepworth war für mich ein echtes Highlight. Kunst und Natur verschmelzen dort auf wunderbare Weise.

Wenn du gern wanderst, solltest du den South West Coast Path ausprobieren. Ich bin ein Stück Richtung Zennor gelaufen – spektakuläre Klippen, wilde Blumen, und immer wieder der Blick aufs weite Meer. Absolut empfehlenswert!

St Ives ist eine tolle, idyllische, lebedinge kleine Stadt und wir wollen auf jeden Fall wieder kommen! Diesmal eher im Juli/August, wenn es wirklich richtig warm ist und die Sonne das Meer in tollen Farben erleuchten lässt.

Tipps:

  • wir haben in einen Airbnb nur 100m vom Hafen übernachtet (Market Place), empfehlenswert, sauber und eine sehr nette Gastgeberin, die uns viele Tipps gab, egal ob zum Ausgehen oder Parken.
  • Zum Parken, gerade für 1 oder 2 Tage kann ich den Parkplatz „Stennack Laundrette Car Park“ empfehlen. Er ist nicht günstig, ich glaube ca. 30 EUR für 24 Stunden, aber einigermaßen nahe zur Stadtmitte, da wir unser Gepäch schleppen mussten und auch recht geräumig.
  • Ich würde davon abraten mit dem Auto in das Herz von St Ives, insbesondere auf die Promenade zu fahren, insbesondere am Nachmittag und an Wochenende. Es wird sehr, sehr voll sein mit Fußgängern die Wege und Straßen sind schmal und einige versuchen einen Platz auf den kleinen Hafenparkplatz zu ergattern… wir haben es vom Pub aus beobachtet und an einem sonnigen Samstagnachmittag sind die Leute verzweifelt, da es kein Vor- oder Zurück mehr gab zwischen den hunderten Fußgängern und überfüllten Parkplätzen.
  • An dem genannten Parkplatz „Stennack Laundrette Car Park“ ist, wie der Name vermuten lässt, ein Waschsalon, den wir benutzt haben. Sehr nette Eigentümer, die dann auch unsere Wäsche von der Waschmaschine in den Trockner umluden, sodass wir nach 45 min nicht wieder dort hinlaufen mussten und entspannt nach ca. 1,5 Stunden einfach die fertige Wäsche abholen konnten.

Apropos, ja, das Wetter wechselt sehr schnell und auf den Bildern sieht es nach Regenwolken aus, dem war aber immer nur kurz so und zwischendurch wieder strahlender Sonnenschein 😉

Max

Seit vielen Jahren bereise ich Großbritannien und schätze das Land und seine Menschen. Hier will ich vor allem auf die schönen und besonderen Ecken des Landes aufmerksam machen, die nicht in jedem Reiseführer stehen.